Gruppenfoto von Personen aus den Bereichen Vorstand, Architektur, Planung und praktische Expertise

Einweihung an der Karl-Preising-Schule

Wenn neue Räume neue Möglichkeiten eröffnen

Es gibt Tage, an denen sichtbar wird, wie sehr sich eine Schule weiterentwickelt. Die Einweihung der modernisierten Gebäude an der Bathildisstraße und der Mengeringhäuser Straße war genau so ein Tag: kein großer Bühnenmoment, sondern ein klarer Blick darauf, was gute Räume für gutes Lernen bedeuten. Vorstände, Architekt:innen, Planer:innen, Fachkräfte aus der Haustechnik und viele weitere Beteiligte kamen zusammen, um den Abschluss der beiden Bauprojekte zu feiern. Beide Standorte wurden über mehrere Jahre hinweg technisch, energetisch und räumlich neu aufgestellt – mit dem Ziel, Schülerinnen und Schülern ein Lernumfeld zu bieten, das zu ihren Bedürfnissen passt.

„Ein Lernort mit Regalen voller Fragen“

Der fachliche Vorstand des Bathildisheim e. V., Dr.Christian Geyer, brachte in seiner Rede auf den Punkt, worum es bei der Modernisierung im Kern geht: „Die Schule ist ein Lernort mit Regalen voller Fragen. Der Raum, die Schüler:innen und das pädagogische Team stehen in einer Dreiecksbeziehung, die entscheidend für den Lernerfolg ist.“ Neue Räume wirken nur dann, wenn sie Beziehungen unterstützen. Genau das wurde bei der Planung und Umsetzung immer wieder betont.

Schule als Schatzkiste

Bürgermeister Marco Lambion beschrieb die Karl-Preising-Schule als „Schatzkiste, gefüllt mit Bildung, Gleichberechtigung und Inklusion“. Ein Bild, das zeigt, wie sehr der Schulstandort für die Stadt und die Region steht. Die Modernisierungen sind damit nicht nur ein baulicher Fortschritt, sondern auch ein Signal für Teilhabe und Zukunftsfähigkeit.

Eine starke Stimme am Mikrofon: die Schülervertretung

Ein besonderer Moment des Tages gehörte der Schülervertretung. Ihr erstes öffentliches Grußwort endete schnell in einem Satz, den viele im Raum wiedererkannten: „Normalerweise halten wir nur Referate mit schwitzigen Händen vor unserer Klasse – und nicht vor dem Bürgermeister.“ Der Saal reagierte mit einem verständnisvollen Lächeln – und hörte aufmerksam zu. Die Schülervertreter machten klar, was ihnen wichtig ist: Räume für Gruppenarbeit, Orte für Ruhe, wenn alles zu viel wird, und Lehrkräfte, die mit großem Engagement durch die Bauzeit begleitet haben. „Nutzen wir die Chancen, die uns dieses Gebäude gibt.“ Ein Satz, der bleibt.

Lust auf Schule als Leitmotiv

Schulleiter Michael Börner erinnerte daran, was die Arbeit an der Karl-Preising-Schule prägt: „Schüler:innen brauchen Lust auf Schule.“ Er sprach über Herausforderungen der Bauphase, über Stolpersteine, die gemeinsam mit dem Landkreis überwunden wurden, und über die Unterstützung durch das Staatliche Schulamt und Kooperationspartner, die auch in der nachschulischen Zusammenarbeit eine wichtige Rolle spielen.

Zwei Standorte, viele Möglichkeiten

Mit den abgeschlossenen Baumaßnahmen erweitert die Karl-Preising-Schule ihre räumlichen Möglichkeiten deutlich. Neue Funktionsräume, barrierearme Zugänge, moderne Technik, energetisch optimierte Gebäudehüllen und gut durchdachte Raumstrukturen sorgen dafür, dass Lernen, Förderung und Therapie künftig mehr Platz bekommen. Doch neben allen technischen Details bleibt eine andere Erkenntnis zentral: Räume allein machen keine gute Schule – aber sie schaffen Voraussetzungen dafür, dass Lernen leichter, mutiger und gemeinschaftlicher wird.

Und genau das war an diesem Tag spürbar:

Ein gelungener Start in Räume, die bereit sind für viele neue Geschichten.