Drei Jugendliche spielen mit einem Ball vor einem roten Gebäude

Das macht uns besonders

Weil alle einzigartig sind.

An der Karl-Preising-Schule stehen die Kinder und Jugendlichen im Mittelpunkt – mit ihren Stärken, ihren Bedürfnissen und ihrem eigenen Tempo. Wir begleiten sie auf ihrem persönlichen Lern- und Lebensweg und schaffen Räume, in denen Entwicklung möglich ist. Dabei fühlen wir uns unserem Leitbild verpflichtet: Menschen stärken, Chancen eröffnen, gemeinsam Zukunft gestalten.
Zwei Personen sitzen in einem Raum, einer spielt Keyboard, der andere Gitarre
Kind mit Zöpfen winkt aus einem selbstgebastelten Haus aus bemalten Pappkartons mit roten Herzmotiven
Lehrer sitzt mit Schüler konzentriert am Tisch und unterstützt bei der Arbeit

Lernen in kleinen Gruppen

Wir lernen in kleinen Klassen und Lerngruppen. So können wir jedes Kind und jede:n Jugendliche:n gut sehen, begleiten und im eigenen Tempo unterstützen. Beziehungen, Vertrauen und verlässliche Strukturen stehen dabei im Mittelpunkt. In den jeweiligen Lernkursen werden in der Regel acht bis zehn Schüler:innen mit verschiedenen Beeinträchtigungen gemeinsam unterrichtet. Es gibt kein Jahrgangsklassenprinzip, d.h. die Alterspanne im Kurs kann sich um mehrere Jahre unterscheiden. Auch „Sitzenbleiben“ gibt es nicht. Die Kinder und Jugendlichen eines Kurses sollen gut zusammenpassen und gemeinsam lernen können. Wenn sich herausstellt, dass ein Kind in einem anderen Kurs besser aufgehoben ist, ist eine Querversetzungen jederzeit möglich.

Team & Zusammenarbeit

Unser Team

Teamarbeit ist ein ebenso wichtiges Merkmal wie die Zusammenarbeit mit Mitarbeitern der Ergotherapie, Physiotherapie und des psychologischen und heilpädagogischen Fachdienst des Bathildisheims. Viele der Schüler leben im unternehmenseigenen Internat. Auch die Zusammenarbeit mit externen Institutionen wie Ärzten vom Sozialpädiatrischen Zentrum in Kassel, niedergelassenen Therapeuten, dem Jugendamt oder dem Sozialhilfeträger sind selbstverständlich.

In unseren Klassen arbeiten Lehrkräfte, Sozialpädagog:innen, Erzieher:innen und Schulbegleitungen eng zusammen. Jede Fachperson bringt eigene Erfahrungen und Blickwinkel ein – zum Wohl der Kinder und Jugendlichen. Mehr über die Menschen, die unsere Schule prägen, finden Sie hier:

Zusammenarbeit mit Eltern und Sorgeberechtigten

Eine vertrauensvolle Zusammenarbeit und ein offener Austausch mit Eltern und Sorgeberechtigten sind für uns ein zentraler Bestandteil unserer Arbeit. In regelmäßigen Gesprächen tauschen wir uns über Lernfortschritte, Entwicklung und Unterstützungsbedarfe aus. Entscheidungen werden gemeinsam besprochen, damit Förderung transparent bleibt und Kinder und Jugendliche bestmöglich begleitet werden. An Elternnachmittagen, Elternabenden und regelmäßig vereinbarten Einzelgesprächen tauschen wir uns mit Eltern und Erziehungsberechtigten aus und entwickeln eine gemeinsame Schul- und Entwicklungsperspektive vom ersten Schuljahr bis in die nachschulische Lebenssituation hinaus. Darüber hinaus vereinbaren wir auch Besuche bei Eltern, in Wohngruppen und Heimen.

Vielfältige Fachkompetenz

Sprachtherapie und Unterstützte Kommunikation

Unsere Sprachtherapie hilft Kindern und Jugendlichen, Sprach-, Sprech- und Stimmstörungen zu verbessern oder auszugleichen. Eng verbunden damit ist die Unterstützte Kommunikation (UK), die alle Schülerinnen und Schüler einbezieht, deren Lautsprache für eine gute Verständigung nicht ausreicht. So können sie sich mit Bildern, Gebärden oder technischen Hilfsmitteln ausdrücken und aktiv am Unterricht teilnehmen. Therapie und UK richten sich nach den individuellen Bedürfnissen und werden von Sprachtherapeutinnen, Logopädinnen und Förderschullehrkräften gemeinsam umgesetzt. Als eine der Pionierschulen im Bereich UK gehört Unterstützte Kommunikation seit 1991 fest zum Schulalltag und wird durch Talker, iPads und weiteres Material unterstützt.

Langjährige Kompetenz im Autismus-Spektrum

Wir verfügen über langjährige Erfahrung in der Beschulung von Kindern und Jugendlichen aus dem Autismus-Spektrum. Unsere Förderung ist klar strukturiert, verlässlich und individuell auf die jeweiligen Bedürfnisse abgestimmt. Wahrnehmung, Kommunikation, Lernen und soziale Entwicklung werden dabei gemeinsam in den Blick genommen. Wir unterrichten Schüler:innen mit ASS in heterogen zusammengesetzten Klassen und arbeiten in erster Linie mit Visualisierungen und Strukturierungen nach dem TEACCH-Ansatz. Auch lerntheoretische Ansätze und Methoden des Sozialen Kompetenztrainings (SOKO) werden umgesetzt. In unserem Haus ist zudem das ATB – Autismus Therapie- und Beratungszentrum angesiedelt, das die schulische Arbeit durch Beratung und therapeutische Unterstützung fachlich ergänzt.

Weitere Bausteine unserer Arbeit

Lernziel Natur

Die Beschäftigung mit der Natur ist fester Bestandteil unseres Unterrichts – in allen Altersstufen und Klassen. Kinder und Jugendliche erleben, beobachten, vergleichen und gestalten die Natur in verschiedenen Themenfeldern. Dabei lernen sie auch, Verantwortung zu übernehmen und die Umwelt bewusst wahrzunehmen.

Ein Ausdruck unseres Engagements: Wir wurden als „Umweltschule“ zertifiziert und engagieren uns somit in der Umsetzung der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE).

Älterer Mann und ein Junge pflanzen gemeinsam einen jungen Baum im Wald
Tiergestützte Pädagogik
Wir arbeiten mit speziell ausgebildeten Hunden – immer mit Zustimmung der Eltern. Die Tiere begleiten sowohl Einzelförderungen als auch den Unterricht in der ganzen Klasse. In Einzelstunden helfen sie, Sprache und Kommunikation zu verbessern und fördern gleichzeitig soziale Fähigkeiten wie Einfühlungsvermögen, Selbstbewusstsein und Beziehungen zu anderen. Im Klassenverband steigern die Hunde das Wohlbefinden, das Selbstvertrauen und die Motivation beim Lernen.
Hand streckt sich in ein mit Holzspänen gefülltes Gehege zu einem kleinen schwarzen Nagetier
Neue Medien
Digitale Medien werden bei uns im Unterricht gezielt eingesetzt. Sie helfen den Schüler:innen, Inhalte zu lernen und neue Fähigkeiten zu entwickeln. Dazu gehören Fähigkeiten wie Problemlösen, Planen, Zusammenarbeiten oder Informationen richtig zu nutzen. Gleichzeitig lernen die Kinder und Jugendlichen, wie man digitale Medien sicher und sinnvoll im Alltag und in der Kommunikation verwendet. Unser Lehrplan für digitale Medien wird regelmäßig überprüft und an die Bedürfnisse der Schülerinnen und Schüler angepasst.
Hände halten ein Tablet, im Hintergrund sitzt eine Person am Lehrerpult
Schutzkonzept
Die Prävention von Gewalt und sexualisierter Gewalt ist uns ein besonderes Anliegen. Wir haben ein Schutzkonzept mit Verhaltenskodex entwickelt und thematisieren mögliche Gefahren in unserem Unterricht. Wir stärken unsere Schüler und Schülerinnen darin, übergriffiges Verhalten zu erkennen und sich Hilfe zu holen. Ein fester Bestandteil unseres Schutzkonzepts sind auch die regelmäßigen Aufführungen des Präventionstheaters mit dem Programm „Mein Körper gehört mir“.
Mehrere Hände liegen auf einem Tisch, umgeben von Spielkarten
Projektwochen

Alle Stufen und Abteilungen der Schule führen regelmäßige Projektwochen durch, zum Teil auch in langjähriger Kooperation mit anderen Schulen. In diesen Projektwochen können sich die Schülerinnen und Schüler in Themen einwählen, die nicht alltäglich sind und sie persönlich interessieren. Dadurch werden ihnen besondere Entwicklungsmöglichkeiten eröffnet, die sich durch Lebensnähe, Förderung des Problembewusstseins, des interdisziplinären Denkens, der Selbständigkeit und Kooperationsbereitschaft auszeichnen. Die Präsentation der Ergebnisse am Ende einer solchen Woche bietet für alle Beteiligten immer einen Höhepunkt und fördert das Selbstwirksamkeitserleben.

Eine ganz besondere Projektwoche ist die alle zwei Jahre stattfindende Zirkuswoche mit dem Familienzirkus „Manegentraum“. Die große Galavorstellung Am Ende dieser Woche gehört für viele Kinder zu einer bleibenden wunderbaren Erinnerung.

Kind mit bunter Gesichtsbemalung und weißem Rüschenkragen
Weihnachtsbasar

Der jährliche Weihnachtsmarkt der Schule, bei dem selbstgeschaffene Produkte sowie kulinarische Leckereien verkauft werden, ist ausgesprochen beliebt und immer gut besucht. Voller Stolz können die Kinder und Jugendlichen ihren Familien und der Öffentlichkeit präsentieren, was sie produziert haben und wie souverän sie im Verkauf agieren. Eine trubelige und heitere Angelegenheit, die allen trotz der Anstrengung viel Freude bereitet.

Kind in schwarzem Hexenhut und brauner Jacke vor weiteren Kindern in Kostümen
Weihnachsbaumverkauf
Seit einigen Jahren organisiert unsere Abteilung für emotionale und soziale Entwicklung einen Weihnachtsbaumverkauf am Supermarkt REWE in Bad Arolsen. Neben Weihnachtsbäumen gibt es auch heiße Getränke und Grillwürstchen. Die ungemein positive Resonanz stärkt die Schülerinnen und Schüler und lässt sie erleben, wie souverän sie im Umgang mit ihrer Kundschaft handeln können.
Gruppe von Personen in einem Rewe-Supermarkt hält einen großen Spendenscheck

Standorte & Kooperationen

Die Karl-Preising-Schule verteilt sich auf verschiedene Standorte und in unterschiedliche Abteilungen. Unser Ziel ist immer die bestmögliche Passung zwischen den Bedürfnissen der Lernenden und unserem schulischen Angebot.

Begleitung ins Arbeitsleben

Nach der Schule begleiten wir Jugendliche auf dem Weg in die Berufswelt.

In allen Bildungsgängen – Haupt- und Realschule, Förderschwerpunkt Lernen und Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung – bereiten wir die Schülerinnen und Schüler gezielt auf Arbeit, Ausbildung oder weiterführende Angebote vor.

Mit unserem Berufsorientierungskonzept geben wir umfassende Orientierung: Wir informieren über mögliche Ausbildungswege, auch im Berufsbildungswerk Nordhessen, Werkstätten für Menschen mit Behinderung und weitere schulische oder betriebliche Angebote. Dabei unterstützen wir die Jugendlichen beim Erwerb wichtiger Fähigkeiten für den Berufsalltag. Klassenleitungen arbeiten eng mit Berufskoordinator:innen, der Agentur für Arbeit und den Erziehungsberechtigten zusammen.

Gemeinsame Schwerpunkte für alle Bildungsgänge sind: individuelle Förderplanung, vielfältige Kooperationen, längere Praktika und ein intensiver Austausch mit Rehaberatung und Erziehungsberechtigten. So werden die Jugendlichen gut begleitet und können Schritt für Schritt eigene Perspektiven für die Zeit nach der Schule entwickeln.

Je nach Bildungsgang gestalten sich die Wege unterschiedlich:

In der BOS „Geistige Entwicklung“ steht das frühe Üben von berufsrelevanten Fähigkeiten im Vordergrund. Schülerinnen und Schüler arbeiten klassenübergreifend in verschiedenen Berufsfeldern, zwei Vormittage pro Woche.

In den Berufsorientierungsstufen der übrigen Standorte begleiten wir die Jugendlichen auf ihrem individuellen Weg von Klasse 7 bis 9. Die Schwerpunkte der Beschulung erstrecken sich über Praktikumssuche und umfassende Ausgestaltung des Fachs Arbeitslehre bis hin zu Zielvereinbarungsgesprächen. Durch strukturelle und individuelle Praktika sowie die Mitarbeit in der Schülerfirma ermöglichen wir praktische Einblicke in die Arbeitswelt.

Wohnen für Jugendliche und Erwachsene

Auch nach der Schulzeit besteht die Möglichkeit, in ein Wohnangebot von mein weg für Erwachsene zu wechseln. So bleibt eine verlässliche Begleitung erhalten und der Übergang in den nächsten Lebensabschnitt kann gut und sicher gestaltet werden.
Drei Personen sitzen an einem Tisch in einer Küche, eine Person schreibt auf Papier, die anderen beiden schauen zu

Physio- und Ergotherapie

Für eine umfassende Begleitung erhalten die Kinder und Jugendlichen bei Bedarf regelmäßig Physio- und Ergotherapie. Ziel der Physiotherapie ist es, Ihrem Kind größtmögliche Mobilität mit und ohne Hilfsmittel zu ermöglichen. Ergotherapie unterstützt dabei, Kompetenzen zu erlangen, die eine größtmögliche Selbstständigkeit und Handlungsfähigkeit ermöglichen.

Projekte

Manege frei – Das inklusive Zirkusprojekt

Ein besonderes Highlight an unserer Schule ist das inklusive Zirkusprojekt mit dem Mitmachzirkus Manegentraum. Gemeinsam mit Kindern der Valentin-Grundschule Helsen erleben unsere Schüler:innen mit und ohne Beeinträchtigung eine Woche voller Bewegung, Kreativität und Gemeinschaft. In verschiedenen Workshops – zum Beispiel Akrobatik, Clownerie, Jonglage oder Feuerkunst – üben die Kinder Zirkuskünste nach ihren eigenen Möglichkeiten und Interessen.

Dabei geht es nicht um Leistung, sondern um Mitmachen, Ausprobieren und Zusammenhalt. Die Kinder lernen sich gegenseitig kennen, bauen Berührungsängste ab und erleben, dass jede und jeder einen wichtigen Platz in der Gruppe hat. Begleitet werden sie von gemischten Teams aus beiden Schulen, die gemeinsam anleiten und unterstützen.

Höhepunkt des Projekts sind zwei große Zirkusvorstellungen, zu denen Familien, Freund:innen, Schulen und Kindergärten eingeladen sind. Hier zeigen die jungen Artist:innen mit Stolz, was sie gemeinsam erarbeitet haben. Das Zirkusprojekt steht beispielhaft für unser Verständnis von Schule: Menschen stärken, Chancen eröffnen und gemeinsam Zukunft gestalten.

Bühne mit rotem Vorhang und Schriftzug "Herzlich Willkommen im Manegentraum" vor Publikum auf weißen Plastikstühlen
Sport, der verbindet

Sport an der Karl-Preising-Schule steht für Bewegung, Gemeinschaft und Teilhabe. Kinder und Jugendliche erleben, dass alle mitmachen können – unabhängig von körperlichen Voraussetzungen. Entscheidend sind Freude an Bewegung, gegenseitige Unterstützung und das gemeinsame Erleben.

Rollstuhlbasketball und Schwimmen sind zwei Beispiele aus unserem vielfältigen Sportangebot. Im Rollstuhlbasketball spielen alle unter gleichen Bedingungen, unterstützt durch angepasste Regeln und klare Strukturen. So entstehen Teamgeist, Selbstvertrauen und ein Perspektivwechsel – alle begegnen sich auf Augenhöhe.

Auch im Schwimmen erfahren viele Kinder besondere Freiheit und Sicherheit. In kleinen Gruppen und mit verlässlicher Begleitung trainieren sie regelmäßig, zum Beispiel für Jugend trainiert für Paralympics. Dabei stehen nicht Leistung oder Vergleich im Mittelpunkt, sondern das Erleben von Erfolg, Stolz und Zusammenhalt.

Sport an unserer Schule zeigt: Bewegung stärkt – und verbindet.

Fünf Personen in Rollstühlen sitzen im Kreis in einer Sporthalle, eine Person hält einen Basketball
Gemeinsam füreinander da

Unsere Schule ist Teil des Bathildisheims – eines Ortes, an dem viele unterschiedliche Menschen zusammenkommen. Kinder und Jugendliche, Mitarbeitende und Begleitpersonen leben und lernen hier in einem respektvollen Miteinander. Unser diakonischer Ansatz prägt dabei den Schulalltag: Er steht für Wertschätzung, Fürsorge und das achtsame Miteinander.

Seelsorge verstehen wir als Angebot des Zuhörens und Begleitens. Sie schafft Raum für Gespräche, stärkt Kinder und Jugendliche in herausfordernden Situationen und gibt Halt, wenn Fragen oder Sorgen da sind. Dabei sind Offenheit, Respekt und Vertrauen besonders wichtig – unabhängig von Herkunft oder Glauben.

Zum Schulleben gehören kindgerechte Gottesdienste und Andachten, an denen die Kinder teilnehmen können. Christliche Feste wie Weihnachten oder Ostern werden gemeinsam gefeiert und verständlich gestaltet. Besonders ist, dass das Bathildisheim eine eigene Pfarrerin hat: Maren Jahnke begleitet die Schule und gestaltet Angebote kindnah, lebensnah und zugewandt. Kinder wirken mit Freude an Gottesdiensten oder dem Krippenspiel mit und erleben Gemeinschaft und Zugehörigkeit.

Unser diakonischer Ansatz bedeutet: Jedes Kind ist willkommen, wird ernst genommen und in seiner Persönlichkeit gestärkt.

Kerze in Glas mit blauem Band und Aufschrift "Ich bin bei dir" vor hölzernem Kreuz mit Sonnensymbol

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