Was können wir tun?

| Autor: Juliane Diener

Digitale Ideen für einen Alltag in der Corona-Krise

Das Coronavirus hat uns eingeholt. Seit etwas mehr als einer Woche fühlt es sich auch für uns hierzulande nah an, sehr nah. Täglich hören wir sich exponentiell erhöhende Fallzahlen. Einschnitte und Veränderungen sind da. Ständig werden von uns neue Anpassungen gefordert.

Unsicherheiten und Ängste sind in dieser Situation ganz normal. Es gibt viele Fragen, die nicht alle eindeutig beantwortet werden können. Wie vermeide ich Ansteckungen? Was wird aus meiner Existenz? Wie beschäftige ich die Kinder? Wie kann unser Umgang miteinander sein? Wie organisiere ich den Alltag neu? Was kann ich dazu beitragen, dass wir die Zeit gut überstehen?

Jetzt, da die erste Schockstarre überwunden ist, heißt es, sich einfinden in einem Alltag mit Corona Virus. Nicht in Panik verfallen, sondern sich während der Krise aktiv in neue positive Bahnen zu lenken. In einem Alltag in dem sich vieles ständig ändert. In dem wir in unseren eigenen Bedürfnissen zurück stecken müssen. Aber in dem wir auch viel Neues entdecken können.

Wird das Leben irgendwann wieder wie vor der Krise? Wohl kaum, wenn man sich den Text von Matthias Horx, Trend- und Zukunftsforscher, durchliest. Aber es kann noch besser werden, so seine Gedanken dazu.

Was (neben einigen negativen Energien) deutlich zu spüren ist, ist ein Gefühl der Gemeinschaft; tolle Ideen entstehen, wir lernen neue Wege zu gehen. Wir sind alle zusammen in der Krise, Gemeinschaft  mit Distanz. Dies ist auch eine Gelegenheit in der wir gerade die digitale Welt entdecken können.

Hier einige Ideen für die digitale Welt:

Ein erweitertes Kinderprogramm wird sowohl von ARD und ZDF angeboten. Dies beinhaltet Angebote für die Kleinsten und ein Schulprogramm für die Älteren. Auch Kika.de bietet unter #gemeinsamzuHause einiges an.

Viele Kulturprogramme gibt es auch online: Virtueller Museumsrundgang, Live-Klavierprogramm von Igor Levitt auf Twitter, Live-Vorlesestunde auf Facebook: Viele Menschen sind momentan sehr kreativ und überlegen sich, was sie persönlich beitragen können. Eine Plattform, die versucht, solche Angebote zusammenzutragen, ist quarantain.de. Aber auch eine gezielte Suche danach lohnt sich auch in den sozialen Medien.

Jetzt ist die Zeit, neue Kommunikationswege zu entdecken. Den Großeltern über Skype begegnen, Videokonferenzen für Schulkinder einrichten, Arbeitsformen im Home-Office ausprobieren. Viele Plattformen bieten eingeschränkten Zugang kostenlos oder zur Probe an. Gute Tipps fürs Arbeiten im Home-Office gibt es in einer Infobroschüre von T3n kostenlos zum Download.

Um mit einer Krise umzugehen, brauchen wir seriöse Informationen. Doch Experten warnen davor, sich konstant von Krisennews berieseln zu lassen. Die konstante Beschäftigung mit einem Krisenthema kann schnell psychisch belastend werden. Besser wäre, sich gezielt ein- bis zweimal am Tag bei einer seriösen Quelle zu informieren. Wer gerne Podacats mag, kann gut in das tägliche Gespräch von Christian Drosten, Virologe in der Charité Berlin, im NDR reinhören. Für Kinder gibt es unter anderem eine aktuelle Folge Pur+ zum Thema Viren.

Für alle Bewegungsfreunde, die jetzt nicht ins Studio oder zum Verein können: Bewegung geht auch zu Hause in Gemeinschaft. Einfach mal ausprobieren. Auf Youtube gibt es unzählige Videos. Zudem gibt es auch zahlreiche Online Fitnesskurse, Gymondo und Cyberobics sind nur zwei Anbieter. Für Kinder startet AlbaBerlin heute mit einem täglichen Sportprogramm für alle Altersklassen.

Und schließlich hat uns die analoge Welt trotz aller Einschränkungen so viel zu bieten: Gesellschaftsspiele ausprobieren, den Schrank ausmisten, den Keller aufräumen, in den Wald gehen, den Vögeln beim Zwitschern zuhören, sich das eigene Lächeln im Spiegel ansehen. Und sich zu sagen „Wir schaffen das.“

Wem fällt noch mehr ein? Dann freue ich mich über eine Mail an j.diener@bathildisheim.de.

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