Experimentelles Arbeiten auf großer Fläche

| Autor: Juliane Diener| Bathildisheim

Das Kunstatelier IdeenreICH auf künstlerischem Einsatz mitten in der Natur

Ein Hühnermobil als experimentelles Malobjekt. So geschehen bei dem letzten Workshop mit sieben Jugendlichen und Erwachsenen mit und ohne Handicap. Sicher, das Ergebnis erfreut (und das nicht nur die Hühner), aber im Zentrum stand das experimentelle Arbeiten.

Die Idee kam einer Klientin, Marion Hermann, die für ihre Arbeiten oft Tiere und den Hof, auf dem sie arbeitet, als Inspirationsquelle nimmt, z.B. Federn in Collagen. Daher jetzt mal andersherum: Kunst für die Hühner.

Beim künstlerischen Prozess steht am Anfang immer ein Gefühl, ein Gedanke, eine Idee. Und in diesem Fall das Huhn. Die Beschäftigung mit den Tieren, bevor die Arbeit mit den Farben konkret beginnt. Wie verhalten sich die Hühner? Wie ist ihr Lebensraum und die Natur in der Umgebung? Wie könnte ihr Heim aussehen, so dass sie sich wohlfühlen? Wie können wir ihnen begegnen?

Das Arbeiten mit Spraydosen war als neue Technik, für viele neu, aber gab Raum für Experimente. Die große Fläche als Herausforderung. Für die Schaffenden galt dabei das kreative Miteinander im künstlerischen Tun: An verschiedenen Stellen begannen die Einzelnen zu arbeiten, die Motive der Anderen durften jeweils ergänzt werden. Und zwar so, dass mit dem fremden Motiv respektvoll umgegangen wurde. Nicht übermalen oder zerstören, sondern weiterentwickeln. Und am Ende alles zu einem großen Ganzen zusammen zuführen. Hat gut geklappt, wie man sieht!

Um am Ende dankten die Hühner mit einem Picknick aus gekochten Eiern.

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