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Schüler - Klassen - Stufen

Schulzeit ist Lebenszeit, insbesondere für Schüler mit fortschreitenden Erkrankungen. Somit verstehen sich die  Mitarbeiter der Karl-Preising-Schule nicht nur als Wissensvermittler, sondern auch als Begleiter, Vertraute und Berater. Sie pflegen einen Umgang mit allen Schülern, der von Akzeptanz und Wertschätzung geprägt ist. 

Mit mehr als 400 Schülern ist die Karl-Preising-Schule eine große Förderschule. Trotzdem werden die Lerninhalte für jeden Schüler individuell nach den Bedürfnissen und Lernvoraussetzungen angepasst.

Die Grundstufe mit Eingangsbereich gliedert sich in die Klassen E1, E2, E3 und die Klassen 3 und 4. Die Gruppengröße umfasst in der Regel 8 bis 10 Schülerinnen und Schüler mit unterschiedlicher Leistungsfähigkeit in Motorik, Sprache, Kognition/ Wahrnehmung und im sozialen Verhalten. Aufgrund des besonderen Förderbedarfs erstreckt sich die Grundstufenzeit meist auf fünf Jahre.

Der Unterricht in der Grundstufe mit Eingangsbereich orientiert sich an den allgemeinen Curricula der Grundschule, der Schule mit dem Förderschwerpunkt Lernen und Geistige Entwicklung.

Unsere grundlegende Aufgabe besteht darin, Gruppenfindungsprozesse zu initiieren und zu begleiten, sowie soziale Kompetenzen und Voraussetzungen für schulisches Lernen - wie den Aufbau einer positiven Arbeitshaltung – zu entwickeln. Die Unterrichtsgestaltung wird auf die individuellen Lernausgangslagen der einzelnen Kinder abgestimmt und berücksichtigt vielseitige Methoden und Formen des Lernens. Unterstützte Kommunikation und Sprachförderung werden unterrichtsimmanent umgesetzt. Am Ende eines Schuljahres erhalten die Schülerinnen und Schüler ein Wortzeugnis.

Unsere Schüler sollen Schule als Ort des Lernens und Lebens erfahren, an dem sie sich willkommen fühlen, sich gegenseitig wertschätzen und gemeinsam miteinander und voneinander lernen. Dazu gehört auch gemeinsame Feste im Jahreskreis (z.B. Erntedank, Ostern) zu gestalten.

Mittelstufe und Berufsorientierungsstufe (BOS)

In dieser Stufe werden ab Kurs 5 Schülerinnen und Schüler unterrichtet, deren Förderbedarf im Bereich der geistigen Entwicklung liegt. Sie profitieren besonders von der intensiven schulischen Förderung in mindestens zwei  der folgenden Bereiche:

Kommunikation, Sozialverhalten, Selbstbestimmung, Selbstversorgung, Gesundheit und Sicherheit, Benutzung von Infrastruktur, Arbeit, Freizeit und Wohnen.

Die Förderung erfolgt in den jeweils lebensbedeutsamen Themen schulischer Bildung. Ziel ist immer die Erlangung eines möglichst hohen Maßes an Selbstbestimmung und Teilhabe am alltäglichen Leben. Dabei werden ausgehend von den Bedürfnissen und Möglichkeiten individuelle Lernwege angeboten. Der Unterricht ist schwerpunktmäßig projekt- und handlungsorientiert und verfolgt das Ziel der konkreten Anwendung und praktischen Einübung zuvor erworbener Kompetenzen. Die Durchlässigkeit zu den anderen Stufen bleibt immer erhalten. Dadurch kann bei Veränderungen der Förderbedarfe ein Wechsel in eine andere Stufe oder Abteilung unkompliziert intern realisiert werden.

Die Abteilung gliedert sich in zwei räumliche und konzeptionelle Einheiten, die Mittelstufe (MS) und die Berufsorientierungsstufe (BOS). In der Mittelstufe findet meist Klassenlehrerunterricht statt. In der BOS wird an zwei Schulvormittagen klassenübergreifend in verschiedenen Tätigkeits- und Berufsfeldern gearbeitet. Im Bereich der Berufsfelder können folgende Schwerpunkte angeboten werden:

 

  • Hauswirtschaft - Kochen
  • Hauswirtschaft - Reinigung
  • Werken / Holzarbeit Gartenbau Werkstattarbeit (vorstrukturierte Tätigkeiten / Vorbereitung Werkstatt für Menschen mit Behinderung)
  • Einzelhandel / Übungsladen

Die Schülerinnen und Schüler der BOS nehmen in der Regel ab dem Alter von 16 Jahren an mindestens zwei dreiwöchigen Berufspraktika teil.

Mittelstufe und Berufsorientierungsstufe (BOS)

Mit Beginn der Mittelstufe Lernen geht es im Wesentlichen darum, die Schülern auf die Anforderungen der Hauptstufe - und somit auf den Abschluss der Schule mit dem Förderschwerpunkt Lernen oder den Hauptschulabschluss - vorzubereiten. Zentrale Bausteine sind dabei die Entwicklung und Stärkung eines angemessenen Lern-, Arbeits- und Sozialverhalten. 

Ausgehend vom Klassenlehrerprinzip mit einem zunehmenden Fachlehrerunterricht in den höheren Klassenstufen,  geht es vor allem um eine Hinführung vom angeleiteten zum selbständigen Arbeiten. Dabei spielt eine entspannte Lernatmosphäre eine entscheidende Rolle. 

In Klassen von 9-13 Schülerinnen und Schülern wird ein differenzierter und individualisierter Unterricht mit stundenweiser Doppelbesetzung im Klassenverband angeboten. Im Rahmen der Differenzierung ist selbstverständlich auch klassen- und jahrgangsstufenübergreifender Unterricht, auch an Nachmittagen möglich. 

Der Unterricht erfolgt nach den Lehrplänen der Schule mit dem Förderschwerpunkt Lernen und nach dem Curriculum der Hauptschule bzw. der Realschule. In den Fächern Deutsch, Mathematik, Gesellschaftslehre, Naturwissenschaften und Arbeitslehre wurden zudem schuleigene Lehrpläne entwickelt und bilden die Grundlage der täglichen Arbeit.

Auf dem Weg zum Schulabschluss legen wir Wert auf zentrale Kompetenzen, die sich in den schulinternen Curricula und dem Stundenplan wiederfinden. Dabei wird ein besonderer Wert auf soziales Lernen, Arbeit in Gruppen und im Team, gelungenes Präsentieren, das Lesen, das praktische Arbeiten in Fachgebieten der Arbeitslehre und die frühe Auseinandersetzung mit der Sprache Englisch für alle Schüler besonders ab der Mittelstufe gelegt.

In der Hauptstufe werden erworbene Kompetenzen aufgegriffen und zielorientiert gefördert und weiterentwickelt. Die Realisierung der sozialen und vor allem beruflichen Integration wird durch eine Vielzahl festgelegter Bausteine zum tragenden Element des schulischen Handelns.

Erfolgreiche Hinführung zu beruflicher Ausbildung erfordert eine langfristige, praxisorientierte und intensive Vorbereitung der Schüler, die durch ein schulintern entwickeltes Curriculum zur Berufsorientierung unterrichtlicher Schwerpunkt innerhalb der Hauptstufe wird.